1.5. Identifikation mit dem Unternehmen / Arbeitgebermarke

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  • Werte und Leistungen repräsentieren – nach innen und außen (zum Beispiel auch auf der Unternehmens-Homepage)
  • Als Teil des Ganzen fühlen, Beteiligung am unternehmerischen Erfolg

Beispiele aus der Praxis:



Strotmann Innenausbau, Hörstel

Foto: Peter Lessmann

Arbeitgebermarke

Mit der Übernahme der traditionsreichen Tischlerei von seinem Vater hat Christoph Strotmann als geschäftsführender Gesellschafter eine ‚Arbeitsgebermarke‘ für das 55-Mitarbeiter-Unternehmen entwickelt. Die ‚Stellschrauben‘ in diesem Prozess sind vielfältig – beginnend bei einem konstruktiven Mitdenken: So werden die Beschäftigten ermuntert, sich mit Verbesserungsvorschlägen einzubringen und regelmäßigen Infos über die Unternehmenssituation. Weitere Faktoren sind ein betriebliches Gesundheitsmanagement und optimierte Arbeitsplätze und eine gute Betreuung von Praktikanten.

Quelle: Handwerkskammer Münster, Fachkräfte-Broschüre 2020, Seite 32

 

 

Bäckerei Müller & Egerer, Rastede

Identifikation

„Menschen bei Müller & Egerer – Ein starkes Team!“ Unter diesem Titel stellt die Bäckerei Mitarbeiter und ihren Werdegang vor. Die Botschaft dahinter: Jeder ist wichtig, trägt zum Unternehmenserfolg bei und bringt seine ganz eigene Biografie und Stärken mit.


Foto: Müller & Egerer
Foto: Müller & Eggerer



Baufritz, Zimmerei, Erkheim

Foto: Baufritz

Identifikation und soziales Miteinander

Der Holzhausspezialist aus dem Allgäu legt großen Wert auf ein gutes soziales Miteinander und fasst dieses auf seiner Homepage auch in Zahlen, darunter die große Zahl von Auszubildenden in den letzten 25 Jahren, die hohe Ausbildungsquote, die lange Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie die überaus niedrige Fluktuationsrate.

 

 

 

Birke Elektroanlagen, Wunsiedeln

Foto: Firmengruppe Birke

Unternehmenskultur

Zur Unternehmenskultur des Unternehmens für Elektrotechnik gehören flache Hierarchien, die eine transparente und schnelle Kommunikation. Bei den 150 Mitarbeitern wird Wert auf einen kollegialen, familiären und freundlichen Umgang gelegt, was auch positiv auf die Kunden abstrahlt. Zudem können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz und das Unternehmen mitgestalten. Als besonderen Bonus versteht das Unternehmen seine hohe Flexibilität und dass es von den Arbeitsaufgaben bis zur Arbeitszeit Mitarbeitern Freiräume einräumt.

 

 

Team Plagemann, Braunschweig

Werte vermitteln

Die Homepage des SHK-Unternehmens firmiert unter der Internetadresse ‚wertschaetzungimhandwerk.de‘, auf der auch ein ‚Handwerker-Kodex‘ veröffentlicht ist. Dieser umfasst ein breites Spektrum von Selbstverpflichtungen des Teams Plagemann und jedes einzelnen Mitarbeiters – von Qualität und Leistung über Vertrauen, qualifizierter Aus- und Weiterbildung, einen respektvollen Umgang miteinander sowie Verantwortung gegenüber dem Unternehmen, der Gesellschaft und Umwelt.

Quelle und Artikel: Norddeutsches Handwerk, 22. November 2018, Niedersachsen, Seite 12

Mehr Wertschätzung im Handwerk

 

 

Identifikation mit dem Unternehmen durch sinnstiftendes Tun

  • Etwas Sinnvolles tun - im Großen und im Kleinen (Unterstützung gemeinnütziger Organisationen, lokaler Institutionen, Förderung sozialer Projekte am eigenen Standort, in der Region, weltweit), nötige Freizeit oder Flexibilität für das Engagement gewähren


MBH Hassnik, Maschinenbau & Blechtechnik GmbH, Ibbenbüren

Foto: MBH Hassnik

Gemeinsames Engagement für die gute Sache

Die MBH Maschinenbau & Blechtechnik GmbH aus Ibbenbüren hat vor mehr als 10 Jahren den MBH-Benefizlauf im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements gestartet. Inzwischen beteiligen sich bis zu 800 Aktive aus der ganzen Region an dem jährlichen Großereignis, darunter auch ein großes Team des Handwerksunternehmens, das sich mit großem Engagement einbringt – auch über das Lauf-Team hinaus.

Der Erlös kommt stets der KinderKrebshilfe zugute. Zugleich beweist das Unternehmen mit seiner Idee Verantwortung für den Nächsten und stärkt sein Image als verantwortungsvoller und gesundheitsbewusster Arbeitgeber in der Region.

Quelle: eMagazin ZDH Leitlinien Sportmarketing Betriebe | Login erforderlich



Paul Schulten, Gebäudereiniger, Remscheid

Foto: Schulten

Mitarbeiterprojekte

Neben einer fundierten Ausbildung setzt das Unternehmen auf die persönliche Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter. So absolvieren Schulten-Auszubildende regelmäßig ihren Dienst in karitativen Einrichtungen wie der Remscheider Tafel oder der Lebenshilfe. Darüber hinaus beteiligen sie sich an Studienreisen nach Auschwitz oder Tansania. Zudem entwickeln die Mitarbeiter eigene Projekte – unter anderem den Online-Auftritt bei Facebook, bieten interne Schulungen an und organisieren Betriebsfeiern oder einen Malwettbewerb für Mitarbeiter-Kinder. Das Unternehmen ist stolz auf das Engagement seiner Belegschaft über das reine Tagesgeschäft hinaus.



Huhle Stahl- und Metallbau, Wiesbaden

Foto: Huhle Stahl- und Metallbau

Familienfreundliche Zusatzleistungen

Der Familienbetrieb unterstützt junge Eltern unter den Beschäftigten mit einem sogenannten ‚Windelgeldund wirbt damit auch auf der Startseite seiner Homepage. Die gute Idee wurde zudem zu einer‚ Unternehmensinitiative Windelgeld‘ weiterentwickelt, die inzwischen mehrere Arbeitgeber in der Region beliefert. Die Windeln lassen sich über einen Gutscheincode anfordern und werden auf Wunsch nach Hause oder in den Betrieb geliefert. Durch diesen Service sparen die jungen Familien Geld und Zeit und der Betrieb unterstreicht so seine familienfreundliche Unternehmenspolitik – fast ohne eigenen Personal- und Zeitaufwand.


Zitate von Unternehmern:

„Eine Arbeitgebermarke zu entwickeln ist ein Prozess, an dem man ständig
weiterarbeiten muss. Es sind viele kleine Stellschrauben, an denen wir drehen.“

Christoph Strothmann, geschäftsführender Gesellschafter Strothmann Innenausbau, Hörstel
Handwerkskammer Münster, Fachkräfte-Broschüre 2020, Seite 32

„Fachkräfte nach der Ausbildung im Betrieb zu halten, ist für die Entwicklung des Unternehmens wichtig. Manche bleiben für immer: Unsere Werkstatt- und Ausbildungsmeister beispielsweise haben selbst bei Huhle gelernt.“

 

Günter Huhle, Geschäftsführer Huhle Stahl- und Metallbau GmbH, Wiesbaden